Teleskope und Fotoplatten
Lippert-Astrograph
Der Lippert-Astrograph (Geschichte)hat über die Jahre viele Veränderungen erfahren und dient heute noch mit dem verbliebenen 60 cm Spiegelteleskop für Führungen. Die ältesten Fotoplatten sind von 1912, ebenso wie das Foto links. Es bestand ursprünglich aus 3 Astrographen und 2 Leitfernrohren auf einer Montierung. Fotoplatten wurden in den verschiedensten Formaten, bis zu einer Größe von 30cmx30cm aufgenommen und auch in Kombination mit einem Objektivprisma, um Spektren der Objekte zu gewinnen. Es sind ca. 8800 Fotoplatten im Plattenarchiv erhalten.
1m-Spiegelteleskop
Das 1m-Spiegelteleskop hat eine lange Geschichte, die insbesondere mit Walter Baade und seinen bahnbrechenden Arbeiten über veränderliche Sterne verknüpft ist. Das Teleskop war bis 1920 (und auch von 1946-60) bezüglich der Öffnung das größte Teleskop in Deutschland. Es gibt ca. 10000 Fotoplatten. Die ältesten Fotoplatten im Plattenarchiv sind von 1911. Die 5500 Direktaufnahmen sind bereits vollständig digitalisiert.
Original Schmidt-Spiegel (Schmidtsches komafreies Spiegeltelkop)
Der Original Schmidt-Spiegel (Geschichte), das erste Spiegelteleskop mit Korrektionsplatte, wurde 1932 in Betrieb genommen. Es wurde damals "Schmidtsches Komafreies Spiegelteleskop" genannt. Zunächst wurde auf kreisförmigen Filmen belichtet. Dabei kam auch ein Objektivprisma zum Einsatz. Es wurden bis Anfang 1955 über 1800 Aufnahmen gemacht (siehe Plattenarchiv).
Doppelreflektor
Der Doppel-Reflektor wurde von Bernhard Schmidt 1934 fertiggestellt und wurde bis 1957 genutzt. Er bestand aus einem Parabolspiegel und einem Schmidt-Teleskop mit gleicher Öffnung und Brennweite. Er sollte offensichtlich dem Vergleich dieser beiden Instrumente dienen. Es gibt Fotoplatten mit der Bezeichnung DRP (Parabolspiegel) und DRK(Kugelspiegel mit Korrektionsplatte). Mit ihm wurden über 1600 Fotoplatten belichtet, von denen noch über 1400 im Plattenarchiv erhalten sind (bereits vollständig digitalisiert).
Hamburger Schmidt-Spiegel (Großer Schmidt-Spiegel)
Der Große Schmidt-Spiegel (Geschichte) wurde 1954 in Betrieb genommen (siehe Plattenarchiv), was zu spät für diesen Standort war. Er wurde deshalb 1975 auf den Calar Alto nach Spanien verlagert (seitdem Hamburger Schmidt-Spiegel genannt), wo erst seine Qualität durch die besseren Sichtbedingungen (Luftruhe, Dunkelheit) sichtbar wurde. Mit ihm wurde von 1984-1998 der Hamburger Quasar-Survey durchgeführt (siehe Plattenarchiv), PDS-Scans (Objective Prism Surveys)nur in
).
Großer Refraktor
Der Große Refraktor ist wohl das eindrucksvollste Instrument der Hamburger Sternwarte. Mit 60cm Objektivdurchmesser und 9m Brennweite zählt er zu den größten Refraktoren Deutschlands. Er hatte ein visuelles Objektiv und erhielt erst 1925 ein fotografisches Objektiv, das 1931 von Bernhard Schmidt umgeschliffen wurde, um ihn besser auf die Empfindlichkeit der damaligen Emulsionen abzustimmen (Plattenarchiv).
Aufnahmen von auswärtigen Teleskopen oder Kameras
Mondaufnahmen von Bernhard Schmidt 1917
Sonnenfinsternis 1912 Hagenow
Sonnenfinsternis 1929
In Süd-Afrika wurde 1958 und 1962 mit dem ADH-Baker-Schmidt-Teleskop (Geschichte) und dem 10"-Metcalf-Teleskop bobachtet (Plattenarchiv). Die nur 135 Platten sind vollständig digitalisiert.
Da sich das langwierige Projekt der vollständigen Digitalisisierung der ca. 35000 Fotoplatten im Aufbau befindet (der geschätzte Zeitauwfand beträgt ca. 10 Mannjahre) ist eine persönliche Unterstützung in Form von ehrenamtlicher Tätigkeit (siehe Mitarbeit) oder finanzielle Unterstützungerwünscht.